Two Oceans Ultramarathon: Marathonis wagen sich an ein ganz besonderes Rennen in Südafrika
Im April 2026 ging es für ein paar Marathonis zu einer Laufreise nach Südafrika. 30°C an den ersten Tagen ließen alle die kommenden Laufevents mit Sorge erwarten, doch zum Glück sanken dann die Temperaturen.
International Friendship Run
Der erste Lauf war am Donnerstag, den 9. April 2026, der „International Friendship Run“ über 4,2km. Gelaufen wurde ohne Zeitmessung, mit den Flaggen aus der Heimat. Auch wir Marathonis hatten extra eine Ibbenbüren-Flagge, -Wimpel und -Anstecknadeln mitgebracht.
Two Oceans Ultramarathon: Perfekter Start
Am Samstag, den 11. April 2026, stand dann der „Two Oceans Ultramarathon“ auf dem Programm. Unser Hotel, in dem auch die Eliteläufer/-innen untergebracht waren, befand sich direkt an der Startlinie. Beim Start um 5:15 Uhr herrschten 19°C, die sich dank der Bewölkung bis zum Zieleinlauf hielten. Zusätzliche Windstille sorgte für perfekte Bedingungen, da es sonst auf den Küstenstraßen extrem stürmisch werden kann.
Nach der Nationalhymne ging es in der Dunkelheit durch Kapstadt. Trotz der frühen Uhrzeit standen schon etliche Zuschauer/-innen an der Strecke. Mit der aufgehenden Sonne folgte die Route der Küstenstraße durch pittoreske Örtchen, um nach 20 Kilometern den Ozean zu verlassen und die Kap-Halbinsel zu queren.
Küstenstrecke und erste Highlights
Bei Kilometer 30 erreichte man am Noordhoek Beach wieder den Ozean und der erste der beiden großen Aufstiege begann: Der legendäre Chapman‘s Peak Drive. Der mehrere Kilometer lange, annähernd zuschauerfreie Aufstieg wurde mit einem traumhaften Blick über Hout Bay belohnt. Unten im Township angekommen, herrschte wieder ausgelassene Stimmung und die Zuschauer/-innen feierten die kurz vor der Marathonmarke stehenden Läufer/-innen.
Der folgende etwa 7 Kilometer lange Anstieg zum Constantia Nek bot dank der Bäume einigen Schatten, aber die Steilkurven der Straße waren durch das extreme Seitwärtsgefälle schwer zu laufen. Dazu musste man, wie auf der gesamten Strecke, ständig auf die in den Fahrbahnmarkierungen angebrachten Katzenaugen aufpassen. Diese wenige Zentimeter hohen Stolperfallen sollten auch unter den Marathonis zu - glücklicherweise glimpflich verlaufenden - Stürzen führen.
Zieleinlauf am Tafelberg
Am Fuße des Tafelberges ging es oberhalb von Kapstadt bergab, bis ein letzter kleiner Anstieg das nahende Ziel verkündete. Der Einlauf auf dem Rugby Feld war von einer dichten Menschenmenge gesäumt. Je nach erreichter Zielzeit wurden unterschiedliche Medaillen ausgeteilt.
Die insgesamt 19 Verpflegungsstationen an der Strecke waren selten weiter als 3 Kilometer voneinander entfernt. Es gab immer Wasser, Iso und Cola. Kurz vor der Halbzeit war ein großer Verpflegungsstand mit u.a. Bananen untergebracht. Später gab es auch Eis-am-Stiel. Dazu kam zwischen den offiziellen Verpflegungsständen immer noch von den Zuschauer/-innen organisierte Verpflegung für alle Läufer/-innen, mit z.B. Bananen- oder Melonenstücken.
Bis auf den Chapman‘s Peak Drive war die Strecke von feiernden Zuschauenden gesäumt. Immer wieder gab es auch Moderator/-innen und Cheerleader/-innen. Die wunderschöne Landschaft machte den „Two Oceans“ dann endgültig zu einem der schönsten Läufe der Welt.
Der Halbmarathon
Am Sonntag, den 12. April 2026, startete gegen 6 Uhr dann der Halbmarathon. Nach wenigen hundert Metern bog die Strecke von derjenigen des Ultramarathons ab und führte über einen ersten Berg hin zum zweiten und größten Aufstieg. Bei Kilometer 13 stieß die Halbmarathonstrecke dann wieder auf die Ultramarathonstrecke und folgte ihr hinab bis zum letzten kleinen Aufschwung ins Ziel.
Der Halbmarathon war mit 7 Getränkestationen ebenfalls bestens ausgestattet. Das war auch gut so, da diesmal keine Bewölkung herrschte und die Temperaturen mit der aufgehenden Sonne rasch stiegen.
Mehr als nur Laufen: Die Reise
Alle Marathonis und Supporter genossen im Anschluss an die Läufe noch eine beeindruckende Reise durch Südafrika. Die Temperaturen lagen meist knapp unter 20°C bei sonnigem Wetter.
Eckpfeiler der Reise waren: Kapstadt per Rad erkunden, das Kap der Guten Hoffnung, eine Besteigung des Tafelberges, Pinguine, die Kleine Karoo Steppe, das Füttern von Straußen, eine Klettertour durch eine Tropfsteinhöhle, der weltweit höchste Bungeesprung von einer Brücke, die Garden Route, mehrere Traumstrände und eine Safari im „Addo Elephant Nationalpark“.
Fazit: unvergessliche Eindrücke
Auch kulinarisch hatte die Reise mit u.a. Strauß, Kudo und Warzenschwein, sowie einigen Weinverkostungen einiges zu bieten. Das alles zu überaus günstigen Preisen. Die traumhaften und abwechslungsreichen Landschaften haben uns immer wieder überrascht und laden zum Wiederkommen und Neuentdecken ein.
Ergebnisse 56km-Ultramarathon
Kai Schrameyer 4:54:06h
Lars Runde 5:19:19h
Michael Upmann 5:50:10h
Fulco Meijer 5:55:12h
Ergebnisse Halbmarathon
Dominik Pracht 1:46:58h
Annerose Rotte 1:54:26h
Bericht: Lars Runde
Fotos: privat + Action Photo SA































