Querfeldein-Rennen mit dem Cyclocross

WeserEmsCup_Die Platzierten

Von Sebastian Baumhör

Querfeldein Rennen – „Ist eine Disziplin des Radsports. Die Sportart wird fast ausschließlich im Herbst und Winter auf meist unbefestigten wegen ausgetragen. Cyclocross ist die moderne Bezeichnung“. Soweit dazu. Hört sich interessant an, muss man wohl mal ausprobieren!

Das die Suchtgefahr danach so hoch ist, hat im Vorfeld aber keiner gesagt.

Es ist wohl das rohe, ungefilterte Radsporterlebnis die Verbindung von Technik, Natur und Bewegung. Die Leidenschaft nach dem ursprünglichen Radsport, der auch stattfindet, wenn die Sonne nicht hoch am Himmel steht, 28 Grad im Schatten herrschen, an der Radbräune gearbeitet wird und das Eis an der Eisdiele lockt!

Nein, es werden dann die „Crosser“ gesattelt, wenn es draußen kalt, nass und meist ehr ungemütlich ist. Das einzige an dem dann gearbeitet wird, ist der Umgang mit anfangs kalten Händen, nassen Schuhen und Dreck im Gesicht.

Und nicht das das allein schon reicht um die dunkle Jahreszeit mit einem lockeren Grinsen im Gesicht auf dem Bike zu durchflügen, gibt es zusätzlich auch noch Rennen!

Matschige, kalte, nasse Rennen. Um genau zu sein gibt es sogar ganze Rennserien, in denen man sich wunderbar von 30 bis 45 Minuten auf zeitbasierten Rundkursen mit anderen Energiebündeln auf sportlicher Basis messen kann.

Den Puls im Vorfeld einmal anglühen lassen um dann ab dem Startschuss unter Volllast bei maximaler Belastung Radsport zu treiben.

Sowas darf man sich einfach nicht entgehen lassen, dachten sich Mike Kirchner, Torsten und Jonas Führing, Stefan Remme und Sebastian Baumhör. Für spontane Wettkampf-Verkostung hatten sich ebenfalls Ole Röhrdanz, Lukas Bargmann, Jens Jäger, Matthias Jansing und Maximilian Schlot eingetragen.

Der „WeserEmsCup“ eignet sich perfekt dafür um hier ausgiebig Erfahrung zu sammeln. Zwölf Rennen von Oktober bis Januar. Der Start meist kurz nach dem Hahn krähen, morgens ab 10 Uhr von Emsdetten bis hoch zur Küste. Auch die Nachbarn in Rheine und Osnabrück tragen jeweils Rennen dieser Serie aus. Äußerst Interessant sowohl für Zuschauer wie Fahrer war das Rennen in Cloppenburg. Mit Vollgas ging es dort durch die Innenstadt und den Park.

Eines der schönsten Rennen ist wohl das am Beachclub in Nethen. Als Zuschauer direkt an der Strecke mit Frühstück auf dem Teller, als Radler hochneidisch auf die guten Plätze an der Strecke.

Ob Sandburgen-Zickzack, Motorcrossstrecken-Wühlerei, Industriegebiet-Gerase, oder die klassische Forststrecke, was immer dazu gehört ist das überwinden von Hindernissen. Meist ein paar Verschalungsbretter die mit gut 35-40 cm Höhe im Abstand von ca. 4m zueinander die Strecke versperrten. Wer kann, springt drüber, wer auf Nummer sich gehen will steigt besser ab und trägt die Fieze im Sauseschritt über die Blockaden.

Was hier gern mal ganz nebenbei erwähnt werden darf, ist das die Marathon-Ibbenbüren-Mitglieder die diese Rennen bestritten haben, gern die Plätze auf den Treppchen belegt haben. So das hinterher in der Gesamtwertung Stefan Remme in seiner Klasse den zweiten Platz belegte, genauso wie Sebastian Baumhör. Mike Kirchner hat sich Platz 3 in der Gesamtwertung sichern können.

Sehr löblich auch zu erwähnen das Jonas Führing mit Abstand als jüngster Starter in seinem Klassement den sportlichen Ehrgeiz gezeigt hat und jedes Rennen mitgefahren ist.

Nun ja, die Deutschen Meisterschaften im Cyclocross sind grade ausgetragen worden, der zukünftige Worldcup Sieger steht auch schon fast fest, der WeserEmsCup ist zu Ende und es geht stramm auf die Sommersaison zu.

Aber eins steht schon jetzt fest. Nach dem Sommer kommt auch wieder das schlechte Wetter. Wo es draußen wieder kalt, nass und ungemütlich ist.

Und genau dann, wird wieder „Querfeldein“ gefahren!

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