Pressebericht aus der Ibbenbürener Volkszeitung zum Aaseelauf 2015

Trotz der großen Hitze nahmen viele Läufer am 32. Aaseelauf von Ma- rathon Ibbenbüren teil. Fotos: Leon Ratermann

Teuto dominiert die langen Strecken

Die Riesenbecker Eduard Film und Andreas Pott siegen

Von Leon Ratermann

IBBENBÜREN. Wer glaubt, Temperaturen von über 30 Grad und noch dazu eine unerträglich schwülwarme Luft würden be- geisterten Läufern die Lust an ihrem Sport nehmen, der sah sich am Freitag getäuscht. Die Anmeldezahlen zum 32. Aaseelauf von Marathon Ibbenbüren überraschten sogar die erfahrenen Organisatoren. „Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Wir ha- ben keine Abmeldungen zu verzeichnen, hier zieht heute keiner zurück“, konstatiert Vorsitzender Manfred Blankemeyer um kurz vor 18 Uhr.

Nur wenige Minuten später macht sich das größte Starterfeld des Tages mit mehreren hundert Läuferinnen und Läufern auf die Halbmarathondistanz von exakt 21,097 Kilometern. Die gel- ben Ziffern auf der unerbittlich laufenden Zieluhr zeigen 25 Minu- ten und 40 Sekunden, als mit dem Lauf über zehn Kilometer das letzte Rennen des T ages startet.

Um diese Zeit ist es ruhig geworden am Sportzentrum Ost, und für Manfred Blankemeyer und sein Team gibt es die Möglichkeit, einmal durchzuatmen. „Eine Absage stand für uns nie zur Debatte“,

sagt er. „Außer natürlich bei Gewitter. Bei solchen Temperaturen können wir nur appellieren, dass jeder an die eigene Gesundheit denkt.“

Gesund und sogar recht munter kommt wenig später Eduard Wilm von Teuto Riesenbeck als erster Läufer des 10-Kilometer-Rennens ins Ziel. Er ist zufrieden mit dem 1. Platz, na klar, aber auch er musste dem Wetter Tribut zollen. „Bei dem Wetter ist die Zeit zweitran- gig. Normal hätte ich knapp unter 35 Minuten laufen wollen, aber unter den Umständen muss man damit zufrieden sein.“ Seine Zeit: 36 Minuten und 12 Sekunden. Nach ihm kommen Hans Peter Igelbrink (36:57) aus Georgsmarienhütte und Jan-Aiko Köhler (37:09) von der Emder LG ins Ziel.

Und auch bei den Halbmarathonis dominiert das grüne Trikot von Teuto Riesenbeck. Andreas Pott kommt nach einer Stunde und 17 Minuten ins Ziel, vor seinem Vereinskollegen Robert Welp mit einer Stunde und 20 Minuten. Auch die beiden Riesenbecker sind ge- zeichnet von einem Lauf, der auf dem Papier sehr flach und mit sehr wenigen Höhenunterschieden daherkommt. Ganz nach dem Mot- to des Aaseelaufes: flach.schnell.traditionell.

Doch an diesem Tag ist vieles anders. Lässt sich denn überhaupt auf Zeit laufen? „Na, auf jeden Fall nicht auf Bestzeit“, scherzt Andre- as Pott. „Für die hätten es mindestens fünf bis sieben Grad weniger sein müssen.“ Doch nicht allen Läufern setzt an diesem Tag das Wetter gleichermaßen zu. „Für mich ist das Wetter perfekt“, sagt Juan Ignacio Gamboa (23). Der gebürtige Triathlet kommt aus Costa Rica, ist für zwei Jahre in Deutschland und läuft im Trikot von Teuto Riesenbeck. Und das alles andere als schlecht, beim Halbmara- thon wird er Fünfter und komplettiert das gute Ergebnis der Riesenbecker.

„Die Konkurrenz hier in Deutschland ist besser als bei uns in Costa Rica. Vor allem in meinem eigenen Team. Aber die Jungs pushen mich und ich kann viel über eigene Motivation lernen“, sagt Juan. Doch auch für den jungen Läufer aus Südamerika waren die letzten drei Kilometer „echt hart“.

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